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Das Jahr des überfahrenen Tieres

Geschätzte Leser (sofern es denn welche gibt), ich habe allen Grund, das Jahr 2007 zu dem des überfahrenen Tieres zu erklären.

Endgültiger Anlass, welchem viele weitere vorrausgehen, ist ein Bericht meiner Eltern, die am Wochenende von ihrem Kurzurlaub aus Rügen zurück kamen. Statt mich sehnsüchtig machender Erlebnisse von Strand, Wind und leckerem Fisch erwartete mich zunächst der Nachruf auf einen nun sehr toten Hirsch, welcher meine Eltern auf der Rückfahrt  noch auf Rügen vor den linken Kotflügel des Autos lief, von dort an der Fahrerseite entlang schrammte (und dort beträchtliche Beulen und Kratzer hinterließ und schließlich wieder zurück auf die Gegenfahrbahn geschleudert wurde, wo ihm ein zweites Auto höchst unfreiwillig den Rest gab.

Man könnte nun meinen, es täte mir um das Auto Leid, in der Tat besitzen meine Eltern ein schönes, schwarzes Schlachtschiff, dem die Kampfspuren mit diesem Vieh zwar Ehre, aber nicht unbedingt Schönheit bereiten. Aber nein! Es geht mir wirklich um diesen Hirsch, und nicht nur um ihn!

Seit ich selbst Auto fahre, und das sind inzwischen ca. 5 Jahre, hab ich in keinem Jahr so viele überfahrene Tiere gesehen wie in diesem!

Keine Fahrt vergeht ohne diverse zermatschte Füchse, Hasen, Igel, Dachse, Frösche oder - was mich besonders berührt - Katzen. Glücklicherweise hab ich selbst bisher keines dieser Geschöpfe erwischt.

Was ist da los, frage ich mich?

Werden die Autofahrer immer rücksichtsloser? Die Tiere kühner? Die Bahn so teuer und unzuverlässig, dass sie keine bequemere Alternative mehr zum eigenen Drachenboot bietet? Oder hat der milde Winter dazu geführt, dass sich all das Viehzeug vermehren konnte wie Unkraut und demnach proportional dazu auch mehrere von ihnen zu Gulasch gefahren werden?

Besonders sorge ich mich um meine beiden Kater und die dazu gehörige Mutter. Ich sage MEINE Kater, was nicht ganz stimmt, sie leben bei meinen Eltern, aber ich behaupte, der einzige zu sein, der ihnen seelenverwandt ist. Diese genüssliche Faulheit und Trägheit, diese Hingabe ans Fressen und den Schlaf im Schatten... :-)

Einer der beiden Kater lässt sich seit Tagen nicht blicken, die Vermutung liegt nahe, dass er sich auch noch bei anderen durchfüttern lässt. Hierfür spricht, dass er er des öfteren mal 2 bis 3 Tage fort ist sowie seine beträchtliche Leibesfülle. Ich hoffe, es geht dem Dicken gut, denn er wäre an sich wohl viel zu langsam und fett, um sich vor einem herannahenden Fahrzeug davon zu machen.

Also, ihr autofahrenden Mitmenschen da draußen: Gebt ein bisschen Obacht, wenn ihr auf der Piste seid, damit ihr nicht unnötig unschuldiges Getier nach Valhall befördert und euch die Werkstattkosten spart. Wenn euch ein Hase durch den Radkasten rumpelt kann das schon ganz schön was nach sich ziehen, ganz zu schweigen von größeren Viechern, die sich mit eurer Karre anlegen. Die überleben das zwar seltens, aber sorgen garantiert vor ihrem Ableben nochmal für ordentlich Blechverbiegung an euren Vehikeln.

Leider fallen mir zu diesem Thema keine Zitate oder Songs ein (warum auch, wer schreibt über sowas???), deshlab diesmal ohne geklaute Weisheit.

 

11.6.07 22:36





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